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Wie nur wenige Orte in Brandenburg besitzt die Burg Lenzen eine über 1000 Jahre dokumentierte Geschichte. Immer wieder verbanden sich historische Ereignisse mit der Burg. Als Europäisches Umweltbildungs- und Besucherzentrum wird sie künftig über die Elbtalaue hinaus ausstrahlen.
Die Chronik vermittelt einen Überblick:
8. bis 12. Jh. 
Slawen lassen sich an der Elbe nieder und errichten einen Burgwall, der nach Bränden und Zerstörungen immer wieder erneuert wird. Umfangreiche Reste der slawischen Befestigungsanlage wurden 2001 bei archäologischen Grabungen freigelegt.
- Stammesgebiet der Linonen -
12. bis 13. Jh.
Ab Mitte des 12. Jh. kommt es in der Prignitz zur Gründung frühdeutscher Burgen. Auch für Lenzen ist eine im frühen 13. Jh. auf dem slawischen Ringwall errichtete Burg nachweisbar. Die Burg steht im wechselnden Lehns- und Pfandbesitz.
1223 Haft des Dänenkönigs Waldemar II im Turmverlies.
- zunächst im mecklenburgischen Besitz, Grafen von Schwerin, Edle Gans zu Putlitz, Markgrafen von Brandenburg, Graf von Dannenberg
14. Jh. 
Die Burg wird von Vögten verwaltet. Raubritter leben auf der Burg.
1399 Zerstörung der Burg durch Herzog Albrecht von Mecklenburg.
von Alsleben
die Bosel
von Quitzow
von Wenkstein
von der Kapellen
15. Jh.
Die Burg wird notdürftig wieder hergestellt und bleibt weiterhin im Pfandbesitz.
1484 wird die Burg kurfürstlicher Amtssitz.
die Edlen Gans
von Quitzows
von der Schulenburg
16. Jh.
Zur Burg gehören mehrere Fachwerkgebäude, ein Torhaus und der Turm.
Lenzen ist die wichtigste Elbzollstelle Brandenburgs.
H. Schenk, von Quitzow, von Platen, von Alvensleben, A. Tuchscherer
17. Jh.
Beschädigung des Turmes im 30-jährigen Krieg.
Das Amt wird vererbpachtet.
E. Stryke, G. van Lier, Ch. Stryke
18. Jh.
Bis 1725 werden Burgmauer und Burgtor abgetragen.
1725 Baubeginn des heutigen Amtshauses.
1734 Der Turm erhält eine barocke Haube (erneuert 1848 u. 1976)
1753 Erste schriftliche Erwähnung des Burggartens.
1767 Verlegung des Amtssitzes nach Eldenburg; die Burg wird Privatbesitz
C. F. Stange, von Negelin, von Wilamowitz-Möllendorff
19. Jh.
1848 Erneuerung des Turmaufsatzes
von Möllendorff, Familie Jahn, von Saldern
20. Jh.
1901 Die Burgturm ist für die Besucher geöffnet und steht unter Denkmalschutz.
von Saldern, von Plotho
1922 - 31 Instandsetzung und Erweiterung des Gebäudebestands, Gestaltung des Burgparks.
Familie Isermann
1931 kauft der Architekt Renner die Burg. Familie Renner
1945 - 49 Die Burg beherbergt ein Entbindungsheim, ein Krankenhaus.
1953 Familie Renner verliert durch Enteignungsbestimmungen der DDR Burg und Grundstück. Volkseigentum in der DDR
1959 - 1993 Nutzung als Parteiveteranenheim sowie als Alten-und Pflegeheim.
1955 Eröffnung des Lenzener Heimatmuseums im Pförtnerhaus.
1961 Verlegung in das Fachwerkgebäude.
1993 Frau L. Kreckel geb. Renner, schenkt dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Niedersachsen e.V. ,die Burg.
1996 Gründung "Trägerverbund Burg Lenzen (Elbe) e.V."
1996 - 98 Stabilisierung des Burgberges durch eine Stützmauer
1998 Beginn des Umbaus der Burg zu einem "Europäischen Zentrum für Auenökolokie, Umweltbildung und Besucherinformation"
21. Jh. 
2000 Hebung des ehemaligen Amtshauses und Seitengebäudes um bis zu 54 cm.
2001- 2003 Bei archäologischen Grabungen gelangen sensationelle Funde der alten "slawischen Königsburg" Lunkini ans Tageslicht.
2003 Eröffnung des Besucherzentrums Burg Lenzen mit der BUND Elbe-Ausstellung "Mensch und Strom" und dem Museum zur Stadtgeschichte.
2007 Eröffnung des Tagungszentrums mit stilvollen Gästezimmern, Platz für Tagungen, Seminare und Konferenzen und Burgrestaurant.
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