Tümpel für den Adebar

Mit ihren weiten Überschwemmungsflächen bildet die Elbtalaue heute die storchenreichste Region Deutschlands. Hier brüten die meisten Störchen und ziehen überdurchschnittlich viele Junge auf.

Doch auch an der Elbe haben sich die Lebensbedingungen für Meister Adebar in der Vergangenheit verschlechtert: Durch Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen, Umbruch von Grünland in Acker und den Verlust von Kleingewässern in der Aue hat der Storch wichtige Nahrungsräume verloren.

Zu den wichtigsten Nahrungsquellen für den Weißstorch zählen Amphibien. Sie müssen vor allem während der Jungenaufzucht der Störche, also im Frühjahr, in ausreichender Zahl vorhanden sein. Reichlich Amphibien gibt es aber nur dann, wenn auch genügend Laichgewässer vorhanden sind.

So entstand die Idee, neue Kleingewässer im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe anzulegen. Dafür mussten zunächst geeignete Flächen gesucht werden. Fündig wurde das Projektteam direkt vor der Haustür der Burg Lenzen und im mecklenburgischen Teil des Biosphärenreservates. In den Ortschaften Vielank, Woosmerhof und Boizenburg wurden bald interessierte Eigentümer gefunden, die dem Weißstorch auf ihren Flächen zu neuen Nahrungsbiotopen verhelfen wollten. So konnten vier neue, naturnahe Tümpel angelegt werden.

Die Gestaltung der vier Kleingewässer richtete sich ganz nach den „Wünschen“ der künftigen Bewohner: So wurden die bis zu 40 x 50 Meter großen Tümpel mit flachen und vielgestaltigen Ufern versehen. Auf feuchten Standorten genügt eine Wassertiefe von knapp einem Meter, damit die Tümpel zur Laichzeit der Amphibien, also bis ins späte Frühjahr, mit Wasser gefüllt sind.

Um den Störchen zusätzlich Anreiz zu bieten, die neuen Gewässer für die Nahrungssuche zu nutzen, wurden alle Tümpelstandorte zusätzlich mit Nisthilfen versehen. In Woosmerhof hat sich bereits im ersten Jahr ein Storchenpaar angesiedelt!

In den nächsten Monaten sollen nun in enger Kooperation mit der Karl Kaus Stiftung und dem Wasser- und Bodenverband Prignitz e.V. weitere Maßnahmen im brandenburgischen Teil des Biosphärenreservates umgesetzt werden. Durch das Anstauen und die Aufweitung von Gräben und die Renaturierung eines Bachabschnittes wird die Wasserrückhaltung in drei Grünlandgebieten verbessert, so dass auch hier neue Nahrungsbiotope für den Weißstorch entstehen werden.

 

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